Facebook-Eintrag vom 15.2.22


Die „Helfenden Hände“ von links: Barbara Funda, Heinz Schneider, Edith Reigber, Ulrich Jansen und Christoph Schade. Foto: kiba
Die „Helfenden Hände“ von links: Barbara Funda, Heinz Schneider, Edith Reigber, Ulrich Jansen und Christoph Schade. Foto: kiba
aus: Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 29.1.2022
Die „Helfenden Hände“ der Stadt

Die „Helfenden Hände“ unterstützen jene ehrenamtlich, die Hilfe bei alltäglichen Aufgaben benötigen.

Von Kira Bayer

Der Austausch einer Glühbirne, der Spaziergang mit dem Hund, die Begleitung in den Supermarkt – all das sind alltägliche Kleinigkeiten, die für Hilfesuchende viel bedeuten können. Bei den „Helfenden Händen“, einem Projekt der Freiwilligenagentur Dormagen, geht es jedoch nicht alleine darum, Menschen in ihrem Alltag zu helfen, sondern ihnen Zeit zu schenken.

Gegründet wurde das besondere Projekt bereits im Jahr 2014, das Konzept erscheint denkbar einfach: eine Form der ausgeweiteten Nachbarschaftshilfe.

Aktuell stehen 40 helfende Hände mit verschiedensten Fähigkeiten und sechs Koordinatorinnen zur Verfügung. Bitten um Hilfe, die telefonisch an die Koordinatorinnen gerichtet werden, werden von jenen an einen der Ehrenamtlichenhelfer weitergetragen. Im Rahmen dieses Projektes konnten die „Helfenden Hände“ im Jahr 2021 insgesamt 328 Einsätze durchführen. Der Großteil davon im Bereich „Soziales“ (136 Einsätze), dazu gehören beispielsweise Einkäufe und Fahrten zu Ärzten, aber auch lange Gespräche und Spielnachmittage mit Menschen, die sich einsam fühlen. In 61 Fällen versorgten die Ehrenamtler Tiere von Hilfesuchenden und 31-mal benötigten Menschen Hilfe bei handwerklichen und technischen Dingen.

Das Projekt nutzen überwiegend ältere Menschen, die Hilfe bei alltäglichen Aufgaben benötigen, jedoch keinen familiären oder nachbarschaftlichen Ansprechpartner haben.

Heinz Schneider, Projektleiter beim Caritasverband, erklärt: „Es war wichtig, dass wir eine unbürokratische ehrenamtliche Hilfe ins Leben rufen. Der Bedarf ist auf jeden Fall da.“

Edith Reigber, Koordinatorin des Projektes, fügt hinzu: „Das Projekt ist für jeden da, der Hilfe benötigt. Viele Menschen, insbesondere ältere Damen, sind hilflos, wenn ihnen eine Lampe kaputt geht. Eine Firma kommt dafür nicht raus. Da können wir dann einen unserer Ehrenamtler hinschicken.“

Laut Christoph Schade, Mitarbeiter der Stadt Dormagen, sei dies ein Projekt für Menschen, „die durch das Raster fallen“, die nicht auf anderweitige Hilfe zurückgreifen können.

Reigber, die bereits seit Beginn des Projektes dabei ist, sagt: „Es geht dabei nicht darum, dass die Menschen uns kontaktieren, weil sie Geld sparen möchten, beispielsweise für Reparaturen. Nach einiger Zeit und Jahren der Erfahrung merkt man am Telefon gleich, wer wirklich Hilfe benötigt.“

Schneider: „Uns ist es auch wichtig, dass wir den Menschen nicht einfach die Einkäufe vor die Tür stellen, sondern dass die Helfer sich Zeit nehmen.“

Ein solcher Helfer ist Ulrich Jansen, der Rentner hilft seit rund zwei Jahren insbesondere bei technischen Problemen aus: „Es ist ein tolles Gefühl zu helfen und zu sehen, wie die Menschen reagieren. Es sind zumeist ältere Menschen. Es ist auch schön, wenn man dann irgendwann gezielt über die Koordinatorinnen angefragt wird.“

Für Edith Reigber und Barbara Funda von der Freiwilligen Hilfe ist Folgendes besonders wichtig: „Wir würden uns wünschen, dass mehr Menschen sich trauen, bei uns anzurufen. Viele schämen sich und wollen nicht um Hilfe bitten, weil sie niemandem zur Last fallen wollen oder denken, dass ihnen die Hilfe nicht zusteht. Dem ist nicht so. Die ‚Helfenden Hände‘ macht diese Arbeit freiwillig, es bereitet ihnen Freude anderen zu helfen.“

Insbesondere in der vergangenen Monaten der Corona-Pandemie habe sich die Arbeit zwischenzeitlich verändert: „Die Nachfrage nach freiwilligen Helfern, die für Senioren einkaufen gehen, ist deutlich gestiegen. Viele Menschen waren sehr ängstlich. Alles, was nicht unbedingt erledigt werden musste, wurde von Seiten der Hilfesuchenden verschoben“, so Reigber.

Die Nachfrage sei dennoch weiterhin ungebrochen, vereinzelt kämen sogar Anfragen aus den Nachbarstädten.

Weitere „Helfende Hände“ seien daher gern gesehen.

Interessierte, die den Kreis der ehrenamtlichen Helfer vergrößern möchten und bereit, sind flexibel kleinere Alltagsaufgaben für hilfsbedürftige Menschen zu übernehmen, können sich für ein Beratungstermin unter der 02133 539220 oder per E-Mail an freiwilligenagentur-dormagen@t-online.de melden.


 

Statistik 2021

 

Im letzten Jahr haben die Helfenden Hände insgesamt 328 Einsätze durchgeführt und somit wertvolle Hilfe geleistet.

 

Soziales (Einkäufe, Fahrten zu Ärzten oder ins                136 Einsätze

Krankenhaus, Besuche, Gespräche, Formulare

ausfüllen etc.)

Handwerk und Technik                                              36 Einsätze

Tiere versorgen                                                          61 Einsätze

regelmäßige Hilfen                                                     83 Einsätze

(Einkäufe, Spaziergänge, Besuche etc.)        

Telefonischer Besuchsdienst                                      3 Einsätze

Pflegelotsen                                                                  9 Einsätze 

 

An alle Helfenden Hände geht ein großer Dank an diese tatkräftige Unterstützung!

Wegen der coronabedingten Einschränkungen haben wir uns an keinen öffentlichen Aktionen beteiligen können. Hoffen wir, dass dies in 2022 wieder möglich sein wird.

 

 

Unsere aktuelle

Infopost




Wir möchten den Kreis der Helfenden Hände vergrößern.
Wer ist bereit, gelegentlich Einsätze wie kleinere Handreichungen im Haushalt, Einkaufsbegleitung, kurzfristige Versorgung von Haustieren, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen usw. zu übernehmen?
Wer möchte sich zum Pflegelotsen ausbilden lassen?
Vieles ist möglich. Die Einsätze werden nach Ihren Möglichkeiten koordiniert.
Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung!



 

Pflegelotsen - ein weiterer Aufgabenbereich

 

der Helfenden Hände

 

Wir informieren Sie gerne über das neue Arbeitsfeld!

 

Wer Pflegelotse werden möchte, erhält zunächst eine für ihn kostenfreie Schulung:

Sachkenntnisse über die Arbeitsweise und die Arbeitsgrundlagen des MDK

und Grundsätzliches zum Thema Pflege.

 

Vorerfahrungen sind nicht erforderlich.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Bitte melden Sie sich

bei der FreiwilligenAgentur Dormagen unter 02133/539220

oder
bei der Seniorenberaterin Barbara Kelleher unter 02133/539221

oder
bei den Helfenden Händen unter 02133/257 919.

 

Wir arbeiten auch weiterhin analog!

 

Die Helfenden Hände sind auch für Sie in der Zeit der Kontaktbeschränkungen da! Egal, ob Einkauf, Besorgung, Begleitung oder auch ein telefonischer Besuchsdienst - die Bereitschaft zu helfen ist groß!  

 

Wählen Sie die 257919!

 


Kontakt:

montags bis freitags

von 9:00 bis 17:00 Uhr

Tel: 02133 / 257-919

 

 

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